Ich bin das Brot des Lebens
Jesus offenbart sich als das Brot des Lebens – die Fülle, die unseren tiefsten Hunger stillt – und beglaubigt sich durch die Zeichen des Johannesevangeliums.
- „Was tust du denn für ein Zeichen …?“ – Die sieben Zeichen als Ausweis von Jesu messianischer Sendung
- „Ich bin das Brot des Lebens“ – Jesus selbst ist die bleibende Speise, die Leben schenkt
Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nicht mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird niemals mehr dürsten.
Zusammenfassung
Der Prediger stellt die Verse Johannes 6, 30–35 in den Mittelpunkt. Die Zuhörer fragen Jesus nach einem Zeichen, obwohl sie gerade die Speisung der Fünftausend erlebt hatten. Daraufhin erklärt Jesus, dass nicht Mose, sondern der Vater das wahre Brot vom Himmel gebe – und dass dieses Brot in seiner Person Gestalt angenommen hat.
Im ersten Teil entfaltet die Predigt die Bedeutung der sieben „Zeichen“ im Johannesevangelium (Wasser zu Wein, Heilungen, Sturmstillung, Auferweckung des Lazarus u.a.). Wie die Schöpfungswoche zeigen sie die Herrlichkeit des Schöpfers, der in Jesus Mensch geworden ist.
Im zweiten Teil lenkt der Prediger den Blick auf die Ich-bin-Worte. „Ich bin das Brot des Lebens“ eröffnet eine Reihe von sieben Selbstvorstellungen, in denen Jesus mit dem Gottesnamen „Ich bin“ (vgl. Ex 3) spricht. Brot steht hier für alles, was Leben ermöglicht – irdisch und ewig. Wer sich Jesus anvertraut, findet Nahrung für Leib, Seele und Geist, weil er selbst das Lebensbrot ist.
Die Predigt schließt mit der Einladung, im Vertrauen auf Christus in die neue Woche zu gehen. Wie Brot und Wein im Abendmahl leibhaft erfahrbar sind, so will Jesus uns im Alltag greifbar nahe sein und jeden Mangel ausfüllen.
Verwendete Bibelstellen
- Johannes 6, 30–35 (Haupttext)
- Johannes 2, 1–11 – Wasser zu Wein
- Johannes 3, 2 – Nikodemus: „Niemand kann diese Zeichen tun …“
- Johannes 4, 46–54 – Heilung des königlichen Beamtensohnes
- Johannes 5, 1–9 – Heilung des Gelähmten am Teich Bethesda
- Johannes 6, 1–14 – Speisung der 5000
- Johannes 6, 16–21 – Jesu Gang auf dem See / Sturmstillung
- Johannes 9 – Heilung des Blindgeborenen
- Johannes 11, 1–44 – Auferweckung des Lazarus
- Johannes 1, 1–3.14 – Der Logos, der Fleisch wird
- Jesaja 35, 3–6 – Verheißung, dass Blinde sehen und Lahme springen
- 2. Mose 3, 14 – „Ich bin, der ich bin“
- 5. Mose 18, 15 – Der Prophet wie Mose
- Matthäus 4, 4 (vgl. 5. Mose 8, 3) – „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein …“
- Offenbarung 1, 8.17 – „Ich bin das A und das O“
- Jesaja 54 (angedacht im Kontext der Braut-Metaphorik)
- 2. Korinther 13, 13 – Der apostolische Segen zu Beginn